Energiesparend Kochen im Haushalt
In Zeiten steigender Preise und immer stärkerer Umweltverschmutzung wird ein sparsamer Umgang mit Energie immer wichtiger. Besonders auf das stromsparende Kochen soll hier eingegangen werden. Bei richtiger Benutzung hat ein Elektroherd ein sehr grosses Energiesparpotenzial.
Es beginnt mit der Auswahl des Herdes. Bei einer Neuanschaffung sollte man auf eine günstige Energieeffizienzklasse achten. Neue Geräte mit einer Energieefizienzklasse A nutzen den Strom wesentlich besser aus als ältere Geräte. Zwar sind sie in der Anschaffung etwas teurer, machen sich bei der nächsten Stromrechnung aber schnell bezahlt. Ältere Geräte sollten regelmässig geprüft werden, bei Defekten in der Elektrik heizen sie eventuell nicht mehr richtig und entwickeln sich zu echten Stromfressern. Dann lohnt eine Neuanschaffung.
Der nächste wichtige Punkt sind die verwendeten Töpfe und Pfannen. Sie sollten möglichst gerade auf der Kochplatte aufliegen. Ist der Boden verzogen oder verbeult, ist dies nicht mehr gewährleistet und Energie wird verschwendet. Solche Kochgeräte gehören ersetzt. Die Neuanschaffung rechnet sich bald. Und auch hier gilt: in der Regel sind die etwas teureren Artikel ihr Geld wert: durch höherwertige Materialien verzieht sich der Boden nicht so schnell und das Gerät kann länger verwendet werden.
Als nächstes sollte der verwendete Topf oder die Pfanne genau auf die Kochplatte passen. Bereits wenn der Durchmesser des Topfes oder der Pfanne etwas kleiner ist als der der Kochplatte wird ein grosser Teil der Energie nicht zum Erhitzen der Speisen, sondern zum Heizen der Umgebung verbraucht. Als günstig erweisen sich hier Induktionsherde, die nur den tatsächlich benutzten Bereich aufheizen. Allerdings benötigt man dafür in der Regel spezielles Kochgeschirr, dass meist etwas teurer ist.
Ein Vorheizen der Kochplatten ist bei konventionellen Elektroherden nicht notwendig. Viel Energie lässt sich einsparen, wenn mann die Restwärme beim Kochen nutzt indem man die Speisen ankocht und etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Platte abstellt. Weil sowohl die Kochplatte als auch das Kochgeschirr noch warm sind, garen die Speisen noch nach. Schaltet man dagegen die Platte erst ab, wenn das Essen gar ist und lässt zudem noch den Topf stehen, hat man nicht nur Energie verschwendet, sondern zusätzlich das Essen "verkocht", was in der Regel einen weniger guten Geschmack bedeutet. Auch die Küche muss selten mit der abkühlenden Platte geheizt werden.
Eine weitere oft beobachtete Unart ist das lange Warmhalten der fertigen Speisen auf dem Elektroherd. Abkühlen und anschliessendes Aufwärmen (eventuell in der Mikrowelle) spart nicht nur Energie, sondern bekommt auch den enthaltenen Vitaminen besser. Die Regel, bestimmte Speisen nicht wieder aufzuwärmen, stammt aus einer Zeit, bevor jeder Haushalt über einen Kühlschrank verfügte und in der die Lebensmittel durch fehlende Kühlung verdarben. Heute gilt diese Regel als überholt.
Auch mit dem Backofen lässt sich bei richtiger Verwendung Strom sparen. Ein Vorheizen ist bei neueren Geräten in der Regel nicht mehr notwendig. Auch kann man bei vielen Gerichten den Ofen vor Ende der Garzeit abschalten und die Restwärme nutzen. Was vermieden werden sollte, ist ein häufiges Öffnen der Tür: die Hitze entweicht, der Garraum kühlt ab und muss immer wieder neu aufgeheizt werden. Meist genügt es, den Garprozess durch das Fenster zu überwachen und kurz vor Ende der Garzeit den Zustand der Speisen zu überprüfen.
Ausserdem sollte man sich vorher überlegen, ob der Einsatz des Backofens wirklich lohnt: wenn man nur 1 oder 2 Brötchen aufbacken möchte, ist das nicht der Fall, dafür eignen sich als Alternativen ein Mini-Backofen oder der Toaster.
Auch eine stromsparende Alternative ist das Kochen mit der Mikrowelle. Es gibt viele Hersteller, die spezielles Mikrowellen-Kochgeschirr anbieten. Besonders die Zuberitung kleinerer Portionen benötigt weniger Energie und Zeit.